Salbeiblätter enthalten ätherisches Öl mit reichlich Thujon, Rosmarinsäure sowie andere Lamiaceen- Gerbstoffe, Diterpen-Bitterstoffe, Flavonoide.
Salbei
Salvia officinalis L.
Die Salbeiblätter wirken äußerlich angewandt entzündungshemmend, desinfizierend (antibakteriell, fungizid, antiviral) und zusammenziehend. Diese Eigenschaften resultieren aus der gemeinsamen Wirkung von ätherischen Ölen, Gerbstoffen und vermutlich den Bitterstoffen. Demzufolge erweist sich die Teeabkochung als Mundspülung/Gurgellösung sehr wirksam bei Aphten, Entzündungen in Mund- und Rachenraum, oder sie wird einfach nur zur Kräftigung des Zahnfleisches eingesetzt.
Innerlich wird der Tee bei übermäßiger Schweißabsonderung als schweißhemmendes Mittel getrunken oder aber als verdauungsförderndes Mittel bei dyspeptischen Beschwerden (Blähungen, Verdauungsproblemen mit leichten Krämpfen) sowie bei schwachen Durchfällen eingesetzt.
Im Handel stehen eine ganze Reihe Fertigpräparate mit Salbeiextrakten zur Verfügung (Mundspülungen, Zahncremes, Einreibungen, Tabletten oder Bonbons)
Innerlich: 1 Teelöffel der Salbeiblätter werden mit 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 10-15 Minuten abgeseiht. 3-4 Tassen täglich trinken.
Äußerlich: 2 Teelöffel der Salbeiblätter werden mit 100 ml siedendem Wasser übergossen und nach 10-15 Minuten abgeseiht. Als Mundspülung zu verwenden.
Bei sachgemäßer Anwendung sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Bei Überdosierung oder längerem Gebrauch oder aber bei Verwendung von dem ätherischen Salbeiöl manifestieren sich die toxischen Nebenwirkungen des Thujons in Form von Schwindel, Krämpfen oder epileptischen Anfällen. Während der Schwangerschaft sollte man den Tee nur äußerlich anwenden!